Guido M. Klemisch

Holzblasinstrumente der Renaissance und des Barock

Guido Klemisch verfügt über eine professionelle musikalische Ausbildung, internationale Konzerterfahrung und handwerkliches Können auf dem Gebiet der historischen Holzblasinstrumente.

Er absolvierte ein Solistenexamen für Blockflöte, Traversflöte und Barockoboe in Hannover (1969) und Den Haag (1973), spielte von 1970 bis 1986 in mehreren Ländern als Solo-Flötist sowie als Barockoboist mit dem Ensemble Camerata Amsterdam, ging in die Drechslerlehre (1970 – 1973) und arbeitete in den Jahren 1973 - 1974 unter der Leitung von Klaus Scheele (Bremerhaven) und Bruce Haynes (Den Haag) als Instrumentenbauer sowie 1974 – 1975 als Dozent am „Koninklijk Conservatorium Den Haag (NL). 1974 richtete er eine Einzelwerkstatt für historische Flöteninstrumente - die erste ihrer Art - in den Niederlanden ein, zunächst in Scheveningen, später in Zwolle.

In der Zusammenarbeit mit renommierten Künstlern (F. Brüggen, M. Verbruggen, Ku Ebbinge, H. ter Schegget, J. Skorupa, B. Kuyken, B. Haynes, F. von Huene, B. Krainis (+), G. Braun, W. Michel, M. Schneider, M. Harras, M. Piguet u.v.a.) und durch die zielgerichtete Forschung über die Klangformung alter Instrumente unter der Berücksichtigung der Wünsche von Künstlern und ihrer Erfordernisse, restauriert, bildet er nach und baut Holzblasinstrumente der Renaissance und des Barock neu.

Guido Klemisch ist der erste im gerade vergangenen und jetzigen Jahrhundert, der die historischen Holzblasinstrumente Voice-flute, Barockbassflöte, Flageolet und Renaissance-Blockflöten mit 2 Oktaven Tonumfang wieder zu neuem Leben erweckt hat. Das 1979 entwickelte neue Barockflötenmodell „Steenbergen“ in historischer und moderner Stimmung für das Instrumentenwerk Moek in Celle bedeutet einen Markstein in der Serienherstellung und erweist sich als ein großer Erfolg im Bereich Musikschule und Musikhochschule bzw. Konservatorium.

Seine Forschungsarbeit in Privat- und in Museumssammlungen in der ganzen Welt, seine an Originalen gewonnenen Erkenntnisse, das Ausfindigmachen eines adäquaten Instrumentariums für das Repertoire des 16., 17. und 18. Jahrhunderts wie auch die Aufträge von angesehenen Musikern, haben dazu geführt, dass seine Meisterinstrumente in der ganzen Welt begehrt sind. Zahlreich sind nicht nur die Nachfragen an seinen Instrumenten, sondern auch Einladungen zu Konzerten, Vorträgen, Kursen und Ausstellungen im In- und Ausland.

Publikationen über die Blockflöte

in „Bachs Orchestermusik (Bärenreiter, 2000),
„Die Kernspaltflöte um 1500“ in „Heinrich Isaac und Paul Hofhaimer im Umfeld...“, Innsbruck 1997)
„Zur Bauweise der Blockflöte..., (SAIM, Michaelstein/Blankenburg, 1992

Seit 1998 hat Guido Klemisch seine Werkstatt-Türen in Berlin geöffnet.